Was kommt zuerst - das Problem oder der Hund?
Um an das Thema "Problemhund" etwas entspannter heranzugehen, vorab eine kleine Geschichte:
Ich begegne bei einem Spaziergang einem kleinen Mädchen, Sie wird von einem Hund begleitet.
"Beißt dein Hund?" frage ich freundlich. "Nein", sagt die Kleine und schüttelt den Kopf.
"Brav!" sage ich zu dem Hund und streichle ihn - Prompt beißt er mich!
"Mensch, du bist wohl verrückt", sage ich zu dem kleinen Mädchen, "du hast doch behauptet, dein Hund beißt nicht!"
"Das ist ja auch nicht meiner!" sagt das Mädchen.
Was zeigt uns diese kleine Geschichte?
Ganz einfach - Es hat einfache Gründe, warum sich Hunde in bestimmten Situationen so oder so verhalten, auch wenn dies für uns Menschen nicht ersichtlich ist. Ein Hund benimmt sich aus seiner eigenen Sicht immer richtig, es gibt für das Tier kein moralisches »richtig« oder »falsch«.
Das Lebewesen Hund entscheidet auf Basis seiner Erfahrungen, erlernter Verhaltensweisen und natürlich aufgrund rassetypischer Eigenschaften, wie er reagiert.
Wenn Sie einen Jagdhund haben und sich wundern, warum gerade Ihr Hund sich einen Sport daraus macht, unvermittelt abzuhauen, nicht mehr auf Ihre Rufe reagiert und einfach verschwindet - weshalb wundern Sie sich?
Ein Beagle ist natülich ein netter Hund und er sieht sooo süß aus - aber für welchen Zweck wurde die Rasse Beagle denn gezüchtet? Ah, ja, genau: Für die Jagd! Wundern Sie sich immer noch, warum der Kerl ständig Ausflüge ohne Sie macht?
Die ernste Seite an diesem natürlichen Verhalten beginnt dann, wenn der Hund mit seinen Verhaltensweisen nicht in unser Verhaltens- und Lebensschema passt.
Sie werden auch kaum einen Rottweiler oder Herdenschutzhund wie einen Kangal finden, der ohne Regung jeden Fremden auf ihr Grundstück lässt. Diese Hunde beginnen automatisch, das, was sie als ihr anvertrautes Territorium ansehen, zu bewachen und zu verteidigen. Wenn man als Hundehalter hier die Zeichen nicht erkennt und handelt, ist ein schmerzlicher Biss oder gar noch schlimmere Verletzungen die Konsequenz - der Hund hat aber nicht falsch gehandelt - die Hundehalter waren es.
Wie reagiert der Halter richtig und was kann getan werden?
Was können wir für Sie in dieser Sache tun?
Typische und individuelle Verhaltensmuster von Hunden können wir mit entsprechendem Training erfolgreich korrigieren:
- Leinenaggression
- Jagdverhalten
- Aggressionen gegenüber Artgenossen oder Menschen
- Ängstlichkeit oder Trennungsangst
- und viele mehr...
können am besten individuell und in der natürlichen Umgebung des Hundes therapiert werden. Hierzu bieten wir unterschiedliche Konzepte an:
Individuelle Einzelstunden
Dieses Konzept ist für Hundebesitzer, die nach ihren eigenen zeitlichen Möglichkeiten ganz auf ihre persönlichen Ziele hin trainieren möchten.
Wir erstellen gemeinsam mit Ihnen einen Trainingsplan, den wir erfolgreich auf dem Hundeplatz, in städtischen Gebieten oder bei Ihnen zu Hause umsetzen.
Sie lernen unter Anleitung die Körpersprache Ihres Hundes zu deuten und im richtigen Moment in der richtigen Art und Weise auf Ihren Hund einzuwirken, um das unerwünschte Verhalten zu korrigieren. Wichtig ist hier vor allem für den Menschen, das Timing von Kommando, Belohnung und der richtigen Reaktion zu lernen und diese im täglichen Leben zu integrieren.
Das Intensivtraining durch Manuel Klauer
Beim Intensivtraining bleibt der Hund sieben Tage bei uns in unserer Residenz.
Mit dem Hund wird mehrmals am Tag (in der Regel 4 mal) intensiv für 20-30 Minuten trainiert. Es geht bei dieser Trainingsmethode darum, einen schnellen Erfolg in relativ kurzer Zeit zu erreichen.
Diese Methode eignet sich vor allem für Menschen mit Hund, die aktuell zu wenig Zeit haben, um mit ihrem Hund selbst zu trainieren oder mit dem Tier in gewissen Situationen nicht mehr alleine klarkommen. Diese Hunde-Trainingsform zieht ihren Erfolg aus der intensiven Arbeit mit dem Hund.
Wie läuft ein solches Training ab?
Ein klassisches Beispiel: Jagdverhalten des Hundes
Den erwähnten Beagle werden Sie in seinem genetischen Verhalten, Wildtiere aufzuspüren und zu hetzen, niemals überzeugen, diesem Trieb nicht nachzugeben. Ohne Training und Ausbildung wird der Hund immer der Verhaltensweise nachgeben, die ihm von Natur aus einprogrammiert wurde.
Was in der Zucht für den ursprünglichen Zweck dieser Rasse gewünscht ist, bereitet im Alltag oft massive Probleme: Der Hund verfolgt eine Spur oder hetzt nach erfolgreicher Suche das Wild. Nicht nur, dass es dabei dem Wildtier an den Kragen gehen kann (auch eine Hetzjagd kann tödliche Folgen haben) und es dann auch berechtigte Probleme mit Jagdpächtern gibt - haben Sie schon einmal daran gedacht, dass der Hund bei seinem Treiben auch schwerste Verkehrsunfälle mit Verletzten oder gar Toten herbeiführen kann?
Der Hund hat aus seiner Sicht nichts falsch gemacht, er kann nicht anders. Was also tun?
Eine Hundeausbildung erfordert ebenso ein Training des Hundehalters. Während Hunde auf bestimmte Befehle wie “Hier her” oder “Bei Fuß” konditioniert werden, muss der Mensch ihm diese Befehle auch zur rechten Zeit geben und einprägen. Bei einem sehr starken triebgesteuerten Verhalten wird dies über eine sehr einfache Formel erreicht, die dem Hund antrainiert wird:
Bei Deinem Menschen ist es sicher, entfernst Du Dich zu weit von ihm ist es unsicher. Das ist das ganze Geheimnis.
Genau dieses Muster wird dem Hund antrainiert, je nach Hundepersönlichkeit über unterschiedliche Methoden - selbstverständlich alle gewalt- und schmerzfrei.
So hat der Hundebesitzer nach Abschluss des Trainings eben mehr Sicherheit und mehr Zeit, in kritischen Situationen auf seinen Hund richtig zu reagieren.
Die Intensivtrainings beginnen ab 200 Euro für 7 Tage, je nach Hund und Verhalten kann ein Nachtraining notwendig sein. Die Preise werden erst nach Inaugenscheinnahme des Hundes und seines Verhaltens festgelegt.
Haben Sie Fragen?
Fragen zu allen relevanten Themen beantworten wir Ihnen gerne:
Residenz am Wald
Hundeausbildung und Hundehotel
Manuel Klauer
Egginger-Straße 100
89155 Erbach
Tel.: 07305 - 956 0 956
Fax: 07305 - 956 2 842
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